Termine

Sep
26
So
Konzertabend mit der Klezmer-Band „Tovte“
Sep 26 um 18:00 – 20:00
Konzertabend mit der Klezmer-Band „Tovte“ @ Cobra Kulturzentrum

Am 26. September ist nicht nur der Start des Festivals Interkulturelle Woche 2021, sondern auch die Bundestagswahl. Diese Wahl verspricht so spannend und wegweisend zu werden wie lange nicht.

Daher sind Sie eingeladen, den Abend gemeinsam mit dem IKW-Organisationsteam des Caritasverbandes Wuppertal/Solingen e.V. zu verbringen und die Hochrechnungen auf verschiedenen Bildschirmen mitzuverfolgen, miteinander zu diskutieren und parallel einen unterhaltsamen Abend zu erleben. Highlight des Abends ist das junge Kölner Ensemble TOVTE, das gegen 19 Uhr eines ihrer gefeierten Klezmer-Konzerte spielen werden. Vor und nach dem Konzert wird der Wuppertaler DJ Charles Petersohn mit einem entspannten Mix exklusiver elektronischer Worldmusic seinen Beitrag zur interkulturellen Vielfalt leisten.

„Bei Tovte treffen treibende Rhythmen und gefühlvolle Melodien auf raffinierte Arrangements. Mit Dynamik, Spielfreude und Witz lassen die fünf Musiker:innen ihr Publikum genauso leicht gebannt zuhören, wie ausgelassen tanzen. Tovte, das sind: Tobias Gubesch (Klarinette), Nathalie Litzner (Viola/Violine), Anna Neubert (Vio-line), Leonhard Spies (Gitarre) und Silas Eifler (Kontrabass).Sie verbinden in ihrer Musik Einflüsse aus Jazz-Manouche, Ethno Pop, Folk und Klassik und kreieren so einen einzigartigen Stil.“

2019 erspielte sich Tovte den Sonderpreis beim NRW Creole Wettbewerb für Weltmusik.

Bei dieser Veranstaltung gelten die offiziellen Hygieneschutzmaßnahmen. Neben einer begrenzten Teilnehmerzahl ist die Einhaltung der „3G“-Regel (geimpft, genesen, getestet) unbedingt erforderlich und wird beim Einlass zur Veranstaltung kontrolliert.

Bitte melden Sie sich für das Konzert bei Xenia Westphal (xenia.westphal@caritas-wsg.de), Stefan Fritz (stefan.fritz@caritas-wsg.de) oder alternativ über Solingen-Live (https://www.solingen-live.de/?383354) an.

Foto (c) Vivien Schulte

Sep
28
Di
Film „Zentralflughafen THF“
Sep 28 um 19:00 – 21:00
Film "Zentralflughafen THF" @ Cobra Kino

Die Integrationsagentur des Diakonischen Werkes und Amnesty International laden am Dienstag, den 28. 09.2021 um 19.00 Uhr zu dem Film „Zentralflughafen THF“ in den Räumen der Cobra ein. Dieser Film wird im Rahmen der Interkulturellen Woche 2021 gezeigt, während der die Stadt Solingen wie verschiedene Träger ein vielfältiges Programm anbieten.

Der Film von Karim Aïnouz dokumentiert auf einfühlsame Art das Leben geflüchteter Menschen in den temporären Unterkünften am ehemaligen Flughafen Tempelhofer Feld – und wirft dabei auch Fragen über das Nebeneinander oder Miteinander in einer diversen Gesellschaft auf.

Ein ebensolches gesellschaftliches Miteinander, insbesondere mit Einbeziehung und Teilhabe zugewanderter Menschen, ist ein zentrales Ziel der Integrationsagenturen. Besonders wichtig dabei ist, den Stadtteil und seine Einwohner*innen gut zu kennen – nur so können die Maßnahmen funktionieren. Auch im Film spielt der Standort der Unterkünfte eine tragende Rolle: Wo im Zweiten Weltkrieg Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter*innen festgehalten und während der Blockade im Kalten Krieg Berlin mit Lebensmitteln versorgt wurden, ist heute ein beliebtes Ausflugsziel für Berliner*innen wie Tourist*innen. Auf einer Fläche von 300 Hektar wird gepicknickt, geskatet und spaziert – und oft auch übersehen, dass in den Hangars am Rand des Feldes Menschen leben. Dabei handelt es sich um Menschen, die im Krieg alles zurücklassen mussten – und nun in der neuen temporären Umgebung ihren Alltag bestreiten.

Aïnouz ermöglicht den Zuschauenden, diese Menschen und ihr Leben kennenzulernen, das direkt neben dem Leben der Freizeittouristen auf dem ehemaligen Fluggelände stattfindet, und doch oft vergessen wird. Die Integrationsagentur und Amnesty International möchten im Rahmen der Veranstaltung dazu einladen, sich auch in Solingen umzusehen, die Mitmenschen bewusster wahrzunehmen, und gemeinsam ein respektvolles Miteinander vor Ort zu schaffen.

  • 28.09.2021, Einlass ab 19:00 Uhr, Cobra Solingen (Merscheider Str. 77, 42699 Solingen),
  • Filmdauer 100 Minuten (plus kurze Einführung)
  • Anmeldung erforderlich an fiona.sprack@evangelische-kirche-solingen.de
  • Einlass nur bei Beachtung der 3G-Regel (kontrolliert wird beim Einlass)

Sep
30
Do
Lesung mit Niklas Frank: Die Auferstehung meines Nazi-Vaters in der deutschen Gesellschaft
Sep 30 um 18:30 – 20:00
Lesung mit Niklas Frank: Die Auferstehung meines Nazi-Vaters in der deutschen Gesellschaft @ Forum der Bergischen VHS

Seinen Aufstieg verdankte er Hitler und dem Nationalsozialismus: Hans Frank brachte es bis zur Position als Hitlers „Generalgouverneur“ im besetzten Polen und war in dieser Funktion mitverantwortlich für den Massenmord an Juden und Polen. Sein Sohn Niklas hat in drei beeindruckenden Büchern die Auseinandersetzung mit und die Distanzierung von seinem Vater und seiner Familie beschrieben. Heute erkennt Niklas Frank in Rhetorik und Verhalten vieler Politiker*innen erschreckende Parallelen zur NS-Zeit, wie er in seinem neuen Buch: „Auf in die Diktatur! Die Auferstehung meines Nazi-Vaters in der deutschen Gesellschaft“ darlegt. Den Hass, die Empathielosigkeit und den menschenverachtenden Humor der Nationalsozialisten entdeckt er aktuell wieder in der AfD, aber auch bei anderen Vertreter*innen aus Politik, Presse, Kultur, Sport und Kirchen. Beispiele für sprachliche Entgleisungen und für das Verweigern von Mitgefühl für die Opfer rechter Gewalt und rechter Anschläge finden sich leider zuhauf.

Bitte beachten Sie: Es gelten die Bestimmungen der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW. In Solingen gilt zudem seit dem 26.07.2021 wieder die 3-G-Regel. Auch aus diesem Grunde ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Okt
2
Sa
„BETZAVTA/Miteinander“ – Wie demokratisch leben und handeln? (Praxis-Workshop)
Okt 2 um 10:00 – 18:00

Samstag, 02.10. (10-18 Uhr) und Sonntag, 03.10. 2021 (10-16 Uhr) – Praxis-Workshop (in Präsenz), mit Heike Gess und Steffi Schäfer

Was unsere alltägliche Kommunikation, Entscheidungsfindung oder unser Umgang mit Konflikten mit Demokratie als Lebensform zu tun hat, wird durch BETZAVTA erfahrbar.

„BETZAVTA“ ist ein Konzept zur Demokratiebildung, das vom ADAM-Institut for Democracy and Peace in Israel entwickelt wurde. Das gesellschaftliche Miteinander, Entscheidungswege, Umgang mit sog. Minderheiten werden nach demokratischen Prinzipien befragt.

Anhand von erfahrungsorientierten Aktivitäten wird im Anschluss das Erlebte mit Blick auf demokratische Werte reflektiert. Dabei zeigt sich, ob wir in Kommunikations- und Konfliktsituationen Verhaltensweisen wählen, die im Einklang oder Widerspruch zu unseren eigenen (demokratischen) Werten stehen. Ziel im BETZAVTA-Training ist es, Konflikte in Dilemmata umzuwandeln. Dadurch ist es möglich, Vorurteile abzubauen, stillschweigende Annahmen zu klären und über Wege nachzudenken, die demokratischen Werten entsprechen.

In diesem Workshop steht die Sensibilisierung für die Schwierigkeiten des demokratischen Miteinanders und dessen Bedeutung für gesellschaftspolitische Zusammenhänge im Zentrum.

Heike Gess ist Trainerin für Betzavta, Demokratiebildung/Diversitäts-bewusste Bildung und Anti-Diskriminierung sowie wertschätzende gewaltfreie Kommunikation. Sie arbeitet an der Vision, dass jegliches Miteinander mit Wertschätzung und Respekt, auf Augenhöhe, vorurteilsfrei und unter der Beteiligung aller gelingt.

Steffi Schäfer hat Politik- und Islamwissenschaften an Uni Bonn studiert  und  arbeitet seitdem in der politischen Bildung und im Bereich des interkulturellen bzw. interreligiösen Dialog. Seit der Ausbildung zur Betzavta-Trainerin 2014 liegen ihre Arbeitsschwerpunkte in der Demokratiebildung mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie vor allem im Bereich Schule als Lernort für ein demokratisches Miteinander. 

Es wird um eine verbindliche Anmeldung unter anmeldung@fight4democracy.de gebeten, mit vollständigen personenbezogenen Angaben (Vor- und Nachname; Straße, Hausnr.; PLZ, Wohnort; Telefon-Nummer). Einlass ist nur mit medizinischem Mund-/ Nasen-Schutz möglich. Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung gültigen Corona-Schutzverordnungen.

Okt
3
So
„BETZAVTA/Miteinander“ – Wie demokratisch leben und handeln? (Praxis-Workshop)
Okt 3 um 10:00 – 18:00

Samstag, 02.10. (10-18 Uhr) und Sonntag, 03.10. 2021 (10-16 Uhr) – Praxis-Workshop (in Präsenz), mit Heike Gess und Steffi Schäfer

Was unsere alltägliche Kommunikation, Entscheidungsfindung oder unser Umgang mit Konflikten mit Demokratie als Lebensform zu tun hat, wird durch BETZAVTA erfahrbar.

„BETZAVTA“ ist ein Konzept zur Demokratiebildung, das vom ADAM-Institut for Democracy and Peace in Israel entwickelt wurde. Das gesellschaftliche Miteinander, Entscheidungswege, Umgang mit sog. Minderheiten werden nach demokratischen Prinzipien befragt.

Anhand von erfahrungsorientierten Aktivitäten wird im Anschluss das Erlebte mit Blick auf demokratische Werte reflektiert. Dabei zeigt sich, ob wir in Kommunikations- und Konfliktsituationen Verhaltensweisen wählen, die im Einklang oder Widerspruch zu unseren eigenen (demokratischen) Werten stehen. Ziel im BETZAVTA-Training ist es, Konflikte in Dilemmata umzuwandeln. Dadurch ist es möglich, Vorurteile abzubauen, stillschweigende Annahmen zu klären und über Wege nachzudenken, die demokratischen Werten entsprechen.

In diesem Workshop steht die Sensibilisierung für die Schwierigkeiten des demokratischen Miteinanders und dessen Bedeutung für gesellschaftspolitische Zusammenhänge im Zentrum.

Heike Gess ist Trainerin für Betzavta, Demokratiebildung/Diversitäts-bewusste Bildung und Anti-Diskriminierung sowie wertschätzende gewaltfreie Kommunikation. Sie arbeitet an der Vision, dass jegliches Miteinander mit Wertschätzung und Respekt, auf Augenhöhe, vorurteilsfrei und unter der Beteiligung aller gelingt.

Steffi Schäfer hat Politik- und Islamwissenschaften an Uni Bonn studiert  und  arbeitet seitdem in der politischen Bildung und im Bereich des interkulturellen bzw. interreligiösen Dialog. Seit der Ausbildung zur Betzavta-Trainerin 2014 liegen ihre Arbeitsschwerpunkte in der Demokratiebildung mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sowie vor allem im Bereich Schule als Lernort für ein demokratisches Miteinander. 

Es wird um eine verbindliche Anmeldung unter anmeldung@fight4democracy.de gebeten, mit vollständigen personenbezogenen Angaben (Vor- und Nachname; Straße, Hausnr.; PLZ, Wohnort; Telefon-Nummer). Einlass ist nur mit medizinischem Mund-/ Nasen-Schutz möglich. Es gelten die zum Zeitpunkt der Veranstaltung gültigen Corona-Schutzverordnungen.

Okt
10
So
Benefizlesung „Gegen den Strom“ (Änne Wagner)
Okt 10 um 12:00 – 17:00

Der Verein Max-Leven-Zentrum Solingen e.V. wird in Kooperation mit dem Zentrum für verfolgte Künste am 10. Oktober 2021 von 12-17 Uhr eine Benefizlesung für den Förderverein Schleiferei Wipperkotten veranstalten.

„Wir möchten Sie mit der Geschichte von Änne Wagner, die in Widdert aufwuchs und das Leben der Schleifer an der Wupper noch aus eigener Erfahrung kannte, zum Verweilen und Zuhören ins Museum einladen und hoffen auf Ihre großzügige Spende, damit im Wipperkotten auch weiterhin authentisch vermittelt werden kann, wie die typische Solinger Schneidwarenproduktion vor der Industrialisierung aussah.

Wir lesen in 30-Minuten-Blöcken aus der Biographie „Gegen den Strom?“. Änne Wagner blätterte darin fast ein halbes Jahrhundert ihrer persönlichen Alltagserinnerungen vor dem Hintergrund sozialer und politischer Ausnahmezustände auf: von ihrer Kindheit und Jugend im „roten“ Widdert, über ihren beruflichen und politischen Werdegang und als Mitarbeiterin der „Bergischen Arbeiterstimme“ bis hin zur Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs. Im Mittelpunkt ihres Interesses stand dabei immer die Empathie für ihre Mitmenschen, für deren Sorgen und Probleme sie lebensnahe Lösungen suchte.“

Als Vorleserinnen haben zugesagt: Marina Dirks, Birte Fritsch, Lilian Muscutt, Susanne Koch, Madita Pirthauer, Alex Becker, Liane Rapp, Friederike Höroldt und Gloria Göllmann.

Der Eintritt in die Ausstellung des Max-Leven-Zentrums und in den Ratssaal sind am 10. Oktober 2021 von 12-17 Uhr frei.

Weitere Infos unter: https://max-leven-zentrum.de/benefizlesung-fuer-den-wipperkotten/5765/

Nov
2
Di
Der Widerstand aus der Solinger Arbeiterbewegung 1933-1945 – Dr. Stephan Stracke
Nov 2 um 18:30 – 20:00

Nach dem Reichstagsbrand am 27.2.1933 setzte eine umfassende Verhaftungswelle ein. Die Polizeigefängnisse im Stadthaus, in Wald usw. und auch die Gerichtsgefängnisse in Solingen und Ohligs waren schnell überfüllt, sodass ein Teil der Solinger Schutzhäftlinge in die neu entstandenen Konzentrationslager in Wuppertal-Kemna, Brauweiler und im Emsland gebracht wurden.

Die Solinger Linke blieb aber trotz der Verhaftungen und der schockierenden Erfahrungen in den Konzentrationslagern widerständig. In Solingen konnte die illegalisierte KPD im September 1934 noch bei einer beachtlichen Zahl von 512 Mitgliedern Beiträge kassieren. Die Druckerei von Georg Haberer in Solingen-Ohligs in der Fürker Str. 30 versorgte noch in der zweiten Jahreshälfte 1934 die kommunistische Widerstandsbewegung reichsweit mit (illegalen) Druckerzeugnissen. Solinger Akteure wie Paul Claasen, Ernst Bertram und Wilhelm Reeks wurden zu leitenden Funktionären der kommunistischen Widerstandsbewegung im Bergischen Land und waren von 1934 bis 1936 am Wiederaufbau von freien Gewerkschaftsgruppen im Großraum Wuppertal beteiligt.

Neben der KPD hatten sich insbesondere die sogenannten Zwischengruppen SAP, KPO und die trotzkistische „Linke Opposition“ (LO) im Solinger Widerstand engagiert.

1934 schlossen sich mindestens zehn Solinger Sozialdemokraten um Paul Kircheis, Max Richter, Fritz Schäfer und Ernst Gnoß einem illegalen Lesezirkel an, der von dem sozialdemokratischen Netzwerk um die Fahrer der Brotfabrik Germania in Hamborn mit illegaler Literatur versorgt wurde.

Der nationalsozialistische Verfolgungsapparat schlug aber zurück. Zahlreiche  Widerstandskämpfer aus Solingen wurden von 1933 bis 1937 verhaftet und von dem Oberlandesgericht (OLG) in Hamm wegen Vorbereitung zum Hochverrat verurteilt.

Dr. Stephan Stracke ist freier Historiker und Lehrbeauftragter an der Bergischen Universität Wuppertal.

Bitte beachten Sie: Es gelten die Bestimmungen der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW. In Solingen gilt zudem seit dem 26.07.2021 wieder die 3-G-Regel. Auch aus diesem Grunde ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Nov
10
Mi
„Jung, aufgeschlossen, postmigrantisch?“ Vorurteile und Rassismuserfahrungen einer neuen deutschen Generation
Nov 10 um 10:00 – 17:00

Deutschland ist eine Migrationsgesellschaft und das wird auch für die Lebenswelten junger Menschen immer
selbstverständlicher: In der jungen Generation der heute unter 25-Jährigen hatten 2017 bereits über 34%
einen Migrationshintergrund, Tendenz steigend. Es gibt große Hoffnungen, dass diese Kinder und
Jugendlichen Lösungen für die drängendsten gesellschaftlichen Probleme finden werden und die Frage nach
der Herkunft künftig keine relevante Kategorie mehr darstellen wird. Aber ist die heranwachsende
Generation wirklich vorurteilsfreier und offener eingestellt?

Im Jahr 2021 hat die Arbeitsgemeinschafft der Evangelischen Jugend eine repräsentative Studie unter jungen
Menschen im Alter von 14-29 Jahren durchgeführt, um Einblicke in deren Einstellungsmuster zu erlangen. Die
Studie mit einem Fokus auf islamfeindlichen Einstellungen setzt Vorurteile in Beziehung mit der Religiosität,
dem gesellschaftlichen Engagement sowie der sozialen Stellung der Befragten. Die Ergebnisse dieser Studie
werden im Rahmen der Fachtagung erstmalig präsentiert, in einen größeren gesellschaftlichen
Zusammenhang eingeordnet und mit Fachexpert*innen diskutiert.

Das seit Januar 2020 bestehende Kompetenznetzwerk Islam- und Muslimfeindlichkeit stellt sich der
Ausbreitung von Islam- und Muslimfeindlichkeit entgegen. Es setzt sich mit aktuellen Erscheinungsformen
und Entwicklungen auseinander, bietet Lösungsansätze für die Bildungsarbeit und dient als zentrale Anlauf-,
Transfer- und Beratungsstelle für alle Akteur*innen im Themenfeld. Auf der diesjährigen Fachtagung wollen
wir die Kinder- und Jugendarbeit in den Fokus nehmen und diskutieren, wie antimuslimischem Rassismus in
diesem Kontext entgegengewirkt werden kann.

Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist ab September über das Anmeldeformular der Homepage des
Kompetenznetzwerks möglich.

Nov
11
Do
Kommunale Integrationskonferenz
Nov 11 um 16:00 – 20:00
Kommunale Integrationskonferenz

Nähere Information folgen.

Nov
15
Mo
Welche Macht hat Sprache? Wie wir sensibel und respektvoll miteinander und übereinander reden
Nov 15 um 18:30 – 20:45
Welche Macht hat Sprache? Wie wir sensibel und respektvoll miteinander und übereinander reden @ Forum der Bergischen VHS

In Deutschland leben etwa 80 Millionen Menschen in großer Vielfalt zusammen und die Diversität spiegelt sich in der Sprachenvielfalt wider. Sprache zeigt dabei viele Gesichter und kann teils auch sehr verletzend sein. Minderheiten in unserem Land klagen demnach seit langem über verletzendes und diskriminierendes Reden im direkten Gespräch und in der Amtssprache.

Die deutsche Journalistin und Autorin Ferda Ataman wird aus ihrer Perspektive als Angehörige einer Minderheit in Deutschland sprechen und an praktischen Beispielen verletzende und diskriminierende Sprache sowie Verhalten zeigen. Sie wird auch die deutsche Amtssprache zitieren und die Folgen für Betroffene benennen, die allein aus den Begriffen Migration und Integration entstanden sind.

Die Analyse der Sprache, auch der Amtssprache, ergibt Forderungen nach Veränderungen für das Reden miteinander. Mehr Sensibilität und Respekt durch Wissen umeinander und voneinander. Aber auch: Wie muss eine Amtssprache aussehen, die Zuwanderinnen ernst nimmt und ihnen mit Respekt begegnet? Wann ist ein*e Eingewanderte*r ein*e Deutsche*r? Oder anders gefragt: Kann Migrationshintergrund vererbt werden?

Ferda Ataman ist eine deutsche Journalistin und Kolumnistin.

Bitte beachten Sie: Es gelten die Bestimmungen der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW. In Solingen gilt zudem seit dem 26.07.2021 wieder die 3-G-Regel. Auch aus diesem Grunde ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Bild: Von Heinrich-Böll-Stiftung from Berlin, Deutschland – Ferda Ataman, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=98092707