Termine

Feb
27
Do
Das persönliche Ressourcenkonto: Ökologische Verteilungsfragen sozial gestalten
Feb 27 um 19:00 – 21:00

Nicht nur CO2 muss eingespart werden, sondern zahlreiche lebenswichtige Ressourcen werden in näherer Zukunft knapper werden. Umso dringlicher stellt sich die Frage nach gerechter Verteilung und einem für alle fairen Zugang. Über Geld und höhere Preise, wie derzeit diskutiert, kann der Weg nicht führen. Denn Geld und Vermögen sind in Deutschland extrem ungleich verteilt. Wenn man jedoch Vermögensausgleich und ökologische Lenkung zusammen angeht, ergibt sich eine spannende Lösung, die ohne Verbote und ohne Preiserhöhung auskommt, niemanden etwas nimmt, vielmehr etwas gibt und zudem effektiv ist, meint der Philosoph Norbert Held.

Vortrag „Würdigung der Opfer – Erinnern an Taten und Täter?“
Feb 27 um 19:00 – 21:00

Der Verein Max-Leven-Zentrum Solingen e.V. und das Katholische Bildungswerk Wuppertal / Solingen / Remscheid laden zu einem Vortrag von Prof. Dr. Alfons Kenkmann zur Arbeit der Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen ein.

27. Februar 2020, 19.00 Uhr
Waschhaus Weegerhof
Hermann-Meyer-Straße 28 a
42657 Solingen

In Solingen stellt sich aktuell die Frage, wie die Zeit des Nationalsozialismus historisch aufgearbeitet und für ein breites Publikum vermittelt werden kann. Mit der neuen Bildungs- und Gedenkstätte Max-Leven-Zentrum Solingen entsteht ein Erinnerungsort in der Stadt, der zur kritischen Auseinandersetzung wie zu bürgerschaftlichem Engagement einlädt.

Eine wichtige Voraussetzung dafür ist es, auf die frühen und aktuellen Formen der Erinnerung an die Opfer und Verfolgten der NS-Herrschaft einzugehen. Mit der Gedenkhalle in Oberhausen stellte Nordrhein-Westfalen einen der ersten Orte des Gedenkens bundesweit. Ende der 1970er Jahre erfuhren die Gedenk- und Erinnerungsinitiativen dann mit der neuen Geschichtsbewegung vor Ort einen erheblichen Schub in ihren Bemühungen, dauerhafte Orte des Gedenkens zu schaffen. In den 1990er Jahren geriet zusätzlich verstärkt die Aufarbeitung der Taten und Täter vor Ort in den Blick. Heute verfügt Nordrhein-Westfalen über eine vielfältige und ausdifferenzierte Erinnerungs- und Gedenkstättenlandschaft, die jährlich generationenübergreifend von Hunderttausenden besucht wird.

Welche Bedingungen, Chancen und Grenzen könnte es in Solingen geben, das Thema des Widerstands und der NS-Verfolgung historisch und didaktisch fundiert aufzubereiten und mit dem authentischen Ort zu verknüpfen? Welche aktuellen Entwicklungen gibt es in der geschichtspolitischen Bildung der Gedenkstättenarbeit?

Prof. Dr. Alfons Kenkmann ist seit 2003 Professor für Didaktik der Geschichte an der Universität Leipzig. Von 1998 bis 2003 brachte er als Gründungsdirektor den Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster auf den Weg, der sich der Erforschung und Vermittlung von Polizei- und Verwaltungshandeln im 20. Jahrhundert widmet.

Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben und unterstützt vom Spar- und Bauverein Solingen eG.

Der Eintritt ist frei.

Mrz
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Mo
„Es gibt einen anderen Weg“ – Israelis und Palästinenser gemeinsam auf der Suche nach einem Weg aus dem Konflikt
Mrz 2 um 19:00 – 21:00
„Es gibt einen anderen Weg“ - Israelis und Palästinenser gemeinsam auf der Suche nach einem Weg aus dem Konflikt @ Jugendkirche Mangenberg

Die israelisch-palästinensische Friedensinitiative „Combatants for Peace (CfP)“ setzt sich gewaltfrei für ein Ende der israelischen Besatzung in Palästina ein. Sie wurde 2006 von ehemaligen israelischen SoldatInnen und palästinensischen KämpferInnen gegründet. Sie sind davon überzeugt, dass es nur einen Weg gibt, um die ewige Spirale aus Hass und Gewalt zu durchbrechen: Am Anfang muss die direkte Begegnung auf Augenhöhe stehen und die Bereitschaft, den anderen zu sehen, zu hören und ernst zu nehmen.

Zwei CfP-Aktivisten berichten von ihren persönlichen Erfahrungen und stellen ihre Arbeit bei den Combatants for Peace vor.

Hinweis: Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt .Der Eintritt ist frei. Um Spenden zur Unterstützung der Arbeit wird gebeten.

Referenten:

Termin: Montag, 2. März 2020, Beginn: 19.00 Uhr

Ort: Jugendkirche Mangenberg, Sandstr. 30, 42655 SG

Mrz
3
Di
77. Jahrestag der Deportation Solinger Sinti nach Auschwitz
Mrz 3 um 16:30 – 17:30
77. Jahrestag der Deportation Solinger Sinti nach Auschwitz @ Clemens Galerien

Kundgebung und Mahngang zum Sinti-Denkmal an der Korkenziehertrasse

Aus der Einladung: „Mindestens 62 – zumeist Solinger – Sinti, die Hälfte davon Kinder unter 14 Jahren, wurden am 3. März 1943 von der Kriminalpolizei aus den beiden städtischen „Zigeuner-Lagern“ (Potshauser Str. 10 und Wörthstr. 24) zur Deportation in das Vernichtungslager Auschwitz zusammengetrieben und abtransportiert. Für mindestens 55 von ihnen war dies eine Fahrt in den Tod. So wurden nahezu alle in Solingen lebenden Sinti vernichtet. Nach 1945 war das Verbrechen an den Sinti lange Jahre kein Thema.

Heute, 77 Jahre nach dieser Deportation in den Tod, rufen wir die Solingerinnen und Solinger auf, keine Diskriminierungen von Roma und Sinti zuzulassen. Eine Befragung unter Solinger Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern im Jahr 2017 zeigte auf, dass Antiziganismus, in Form von abwertenden und ablehnenden Haltungen und Einstellungen gegenüber Sinti und Roma, noch immer weit verbreitet ist.

Stellen Sie sich gegen die rassistischen Parolen der extremen Rechten!

Treten Sie mit uns für eine menschenwürdige Versorgung, ärztliche Behandlung und Unterbringung aller Menschen ein, die bei uns Schutz suchen und in dieser Stadt leben und arbeiten wollen! Tragen Sie mit dazu bei, dass die bislang weitgehend vergessene Verfolgung der Sinti und Roma im kollektiven Gedächtnis unserer Stadt bewahrt wird und den nachkommenden Generationen Mahnung und Aufforderung sein wird.“

Mrz
5
Do
Nachfragen erwünscht – Solingen im Gespräch mit Dr. Ilka Werner, Hanna Attar und Michael Mohr über die Gleichberechtigung religiöser Feiertage
Mrz 5 um 19:00 – 21:00

Ein Blick in den Kalender, den das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Solingen herausbringt, zeigt es auf einen Blick: In der Klingenstadt leben mittlerweile viele Religionsgemeinschaften zusammen, die eine Vielzahl an unterschiedlichen religiösen Fest- und Gedenktagen begehen. Dieser Vielfalt steht immer noch die Dominanz christlich geprägter Feiertage gegenüber. Ist diese Dominanz noch zeitgemäß bzw. fair oder sollte eine Ergänzung in das Verzeichnis der offiziellen Feiertage, die dann anderen Religionsgemeinschaften zuzuordnen sind, aufgenommen werden? Und wenn eine Ergänzung auf den Widerstand der Wirtschaft stößt, ist etwa eine Streichung weiterer christlicher Feiertage zugunsten der Aufnahme nichtchristlicher Feiertage diskutabel? Aber ist eine staatliche Regelung überhaupt erstrebenswert? Darüber diskutiert die Redakteurin Susanne Koch unter Einbeziehung der Teilnehmenden mit Dr. Ilka Werner (Superintendentin des Kirchenkreises Solingen), Hanna Attar (Islamwissenschaftlerin) und Michael Mohr (Katholische Pfarreigemeinschaften Solingen-Mitte).

Mrz
6
Fr
Gipsy-Jazz- und Swing-Konzert mit Fapy Lafertin und Justin Geisler
Mrz 6 um 18:00 – 20:30
Gipsy-Jazz- und Swing-Konzert mit Fapy Lafertin und Justin Geisler @ Walder Stadtsaal

Gipsy-Jazz- und Swing-Konzert mit Fapy Lafertin und Justin Geisler Band

Freitag 6. März 2020, 18:00 Uhr, Eintritt frei

Fapy Lafertin

Fapy Lafertin ist ohne Zweifel einer der wichtigsten und „reinsten“ Vertreter des von Django Reinhardt geprägten Sinti Jazz. Er ist 1950 in Belgien geboren und hat als Kind viele Instrumente erlernt. Seine Laufbahn als Sologitarrist begann er Ende der 1960er Jahre im Roma-Orchester, de Piottos, das von Piotto Limberger geleitet wurde. Das Repertoire des Ensembles setzte sich aus Swing des Quintette du Hot Club de France und Folklore der Roma zusammen.

1975 verließ er gemeinsam mit dem Klarinettisten Koen De Cauter die Band, um mit dem Gitarristen Albert Vivi Limberger und dem Bassisten Michel Verstraeten das Waso Quartett zu begründen. Dieses Ensemble wurde schnell zu einem führenden in der Gypsy-Jazz-Szene
und spielte 6 Alben ein.

Von 1985 an leitete er sein eigenes Hot Club Quintett Fapy Lafertin, das nicht nur in seiner Besetzung, sondern auch im Repertoire dem französischen Vorbild Django Reinhardt verbunden war. Daneben interpretiert Lafertin, der seit 2004 wieder mit Koen de Cauter zusammenspielt, aber auch Musik des Balkans und Lateinamerikas. Lafertin hat mit zahlreichen internationalen Musikern wie Charlie Byrd, Scott Hamilton, Al Casey, Milt Hinton, Benny Waters oder Stéphane Grapelli zusammengearbeitet. Auch kooperierte er mit der englischen Gruppe Le Jazz um Gitarrist David Kelbie und hat mit dem Sänger und Geiger Bamboula Ferret (1909-2008) zwei Alben eingespielt. Der niederländische Geiger Tim Kliphuis ist an drei seiner jüngeren Alben beteiligt. Mit Paulus Schäfer veranstaltete er Sinti Jazz Guitar Camps.

Was Lafertin auszeichnet ist seine grandiose Technik, der besondere melodische Inhalt eines Repertoirs – ein Gitarrist, der in seiner eigenen Interpretation der Musik eine eigene zeitgenössische Note gibt.

 

Justin Geisler Band

Mit dem erst 18 jährigen Justin Geisler wird ein großartiges Äquivalent zu dem Großmeister Fapy Lafertin auf der Bühne stehen. Er tritt mit seinem Vater Mogli (Solo- und Rhythmusgitarre) und dem Bassisten Christoph Bormann auf.

Wir haben Justin Geisler beim letzten Konzert schon kennengelernt, als er uns mit Fapy Lafertin und Paulus Schäfer zusammen begeisterte. Justin Geisler hatte schon als Kleinkind eine Gitarre
und sein Vater brachte ihm einige Griffe und Rhythmus bei. Im Alter von 12 Jahren begann er sich, unter Anleitung seines Vaters Mogli, intensiv mit dem Gitarrenspiel zu beschäftigen. Er hat sich in dieser Zeit eine hohe Perfektion angeeignet, so dass er schon seit Jahren beim Django Reinhardt- Festival in Samois mit bekannten Musikern auftritt (u.a. mit Simba Baumgartner
– einem Enkel von Django Reinhardt). In diesem Jahr spielt er gar auf der Hauptbühne, auf der schon viele hervorragende Jazzggiganten gespielt haben. Er trat in seiner Laufbahn bereits mit Größen wie Stochelo Rosenberg, Paulus Schäfer, Fapy Lafertin, Angelo Debarre und vielen anderen mehr auf.

Mrz
11
Mi
Die bergische Beratungsstelle „Wegweiser“ stellt sich vor
Mrz 11 um 18:30 – 20:00

Die Phänomene religiös begründeter Menschenfeindlichkeit, insbesondere der Salafismus, stellen eine große Herausforderung für Eltern, Lehrer und Beschäftigte in Jugendhilfe und Sozialarbeit dar.
Wie kommt es dazu, dass junge Menschen in kürzester Zeit ihr ganzes bisheriges Leben aufgeben? Wie kann es dazu kommen, dass in Deutschland sozialisierte junge Menschen Extremisten folgen, die zu brutalster Gewalt, Mord und Selbsttötung aufrufen? Was treibt sie in die Radikalisierung?
Mit welchen Mitteln gelingt es salafistischen Akteuren, junge Menschen zu diesen radikalen Schritten zu bewegen, und welche Rolle spielen dabei Online-Medien sowie professionell inszenierte Videopropaganda?
Und was können schließlich Eltern, Lehrer und in der Jugendhilfe Tätige dagegen tun?
Die Mitarbeiterin der Beratungsstelle Wegweiser im Bergischen Land Sevdanur Öczan möchte uns einen Einblick in die Thematik geben und über ihre Erfahrungen berichten.

Mrz
16
Mo
März 1920: Militärputsch – Generalstreik – Revolution
Mrz 16 um 18:30 – 20:30

Am 13. März 1920 putschten in Berlin Militärs unter der Führung von General Walther von Lüttwitz und mit Unterstützung von Erich Ludendorff gegen die gewählte demokratische Regierung unter Gustav Bauer (SPD), die daraufhin fliehen musste.

Mit einem Generalstreik – dem größten in der deutschen Geschichte – widersetzte sich die arbeitende Bevölkerung der drohenden Militärdiktatur. In den Zentren der Arbeiterbewegung, vor allem in Westdeutschland, kam es zu bewaffnetem Widerstand gegen die militärische Konterrevolution. Die Rätebewegung und der Kampf um die sozialistische Revolution flackerten so noch einmal auf.

Diese dramatischen Ereignisse im Frühjahr 1920 haben den Weg ins kollektive Gedächtnis nicht gefunden und sind heute weitgehend vergessen, obgleich es sich um einen Schlüsselmoment für das Verständnis der Weimarer Republik und für ihr Scheitern handelt.

Ralf Rogge (Leiter des Stadtarchivs Solingen) beleuchtet in seinem Vortrag die besondere Rolle Solingens im Widerstand gegen den sogenannten Kapp-Putsch.

Mrz
21
Sa
frei, gleich & laut: Schülerrockfestival & Antirassismustag 2020
Mrz 21 ganztägig