Termine

Okt
29
Sa
Konstruktiv streiten. Wie mit kommunikativen Strategien auf Verschwörungserzählungen reagieren – Praxisworkshop
Okt 29 um 10:00 – 18:00

Tages-Praxisworkshop mit den „AgR-Stammtischkämpfer*innen“

Wie kann ich im Face-to-Face-Gespräch Verschwörungserzählungen begegnen?  In diesem Praxisworkshop wollen wir Sprach- und Argumentationsstrategien ermitteln und ausprobieren, die eine Auseinandersetzung mit Verschwörungsgläubigen auf der Basis gewaltfreier Kommunikation ermöglichen können.

Teamer:innenteam der „Stammtischkämpfer*innen“ von Aufstehen gegen Rassismus

Die Teilnahme an dem Workshop ist kostenfrei, für Verpflegung und Getränke ist gesorgt.

Bei Anmeldung zum Workshop bitte folgende persönlichen Daten übermitteln: Vor- und Nachname, vollständige Wohnadresse, Telefon-Nr und E-Mailadresse

Anmeldung@fight4solidarity.de

Weitere Infos zu den Anmelde- und Teilnahmebedingungen finden sich hier.

Nov
3
Do
Sorgearbeit in der Krise
Nov 3 um 19:00 – 21:30

Web-Seminar mit Mia Smettan und Frauke Linne

In der Pandemie sind die Stimmen all derer sichtbarer geworden, die unser System am Laufen halten: Für pflegendes Personal wurde geklatscht. Die Doppelbelastung von Personen mit Kindern aufgrund von geschlossenen Bildungseinrichtungen ist sichtbar geworden. Es sind vor allem Frauen, die zurückstecken und die zusätzliche Care-Arbeit neben ihrer Erwerbsarbeit auffangen.

Doch diese Sichtbarmachung beschreibt die Zementierung von Ungleichheiten, die bereits vor der Pandemie Alltag vieler Menschen war. Positive Veränderung, wie eine Umverteilung von Sorge-Arbeit oder materielle Aufwertung von Pflegeberufen, bleiben neben kleineren Pflegebonis aus. Im Web-Seminar schauen wir auf die Ursachen für die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit. Ebenso schauen wir auf Alternativen und Forderungen von Feminist*innen und Care-Aktivist*innen, die sich seit Jahren für eine Wirtschaft und Gesellschaft einsetzen, wo Sorgearbeit im Zentrum steht.

Mia Smettan arbeitet im Rahmen des Konzeptwerks zu feministischen und kapitalismuskritischen Themen, organisiert dazu Veranstaltungen und gibt Workshops. Neben der Arbeit für das Konzeptwerk zerbricht sie sich den Kopf über feministische Bewegungen und Identitätspolitik und diskutiert gern über utopischen Science-Fiction.

Frauke Linne Frauke sorgt im Fundraising-Team des Konzeptwerk für die nötigen finanziellen Mittel, um den gesellschaftliche Wandel voranzutreiben. Sie ist feministisch aktiv und setzt sich dabei vor allem gern für die Aufwertung von Care-Arbeit ein oder diskutiert über aktuelles Hiphop- und Popgeschehen.

Die Zugangsdaten zum Web-Seminar via Zoom werden nach einer formlosen namentlichen Anmeldung an Anmeldung@fight4solidarity.de am Vortag der Veranstaltung versendet.  Weitere Infos zu den Anmelde- und Teilnahmebedingungen finden sich hier.

Nov
24
Do
Propaganda oder Aufklärung? Ein kritischer Blick auf „kritische Medien“
Nov 24 um 19:00 – 21:30

Web-Seminar mit Prof. Dr. Markus Linden

Mit dem Siegeszug des Internets ist auch der Aufstieg sogenannter „Alternativmedien“ verknüpft. Die einen sehen in deren Arbeit ein erhebliches Demokratisierungspotential, andere warnen vor Verschwörungstheorien, die über radikalisierte Portale verbreitet werden. Der Vortrag thematisiert die Szene der „Alternativmedien“ vor dem Hintergrund der Corona-Krise und des russischen Kriegs gegen die Ukraine. Geht es hier um Aufklärung oder um Propaganda? Wie positionieren sich neue „kritische Medien“ in beiden Fällen? Stimmt die Redeweise von der radikalen Querfront? Welche Methoden setzen die Portale ein? Markus Linden beleuchtet diese Fragen anhand ausgewählter „Alternativmedien“ wie z.B. „Rubikon“, „Nachdenkseiten“ oder „Compact“.

Prof. Dr. Markus Linden lehrt als außerplanmäßiger Professor für Politikwissenschaft an der Universität Trier. Seine Promotion „Politische Integration im vereinten Deutschland“ (2006) und die Habilitation „Einschluss und Ausschluss durch Repräsentation“ (2014) sind als Monographien im Nomos-Verlag erschienen. Linden forscht und publiziert zur „Theorie und Empirie der Demokratie“. Hierbei bilden die digitale Öffentlichkeit und die Geistesgeschichte radikaler Gegenwartsbewegungen aktuelle Schwerpunkte.

Die Zugangsdaten zum Web-Seminar via Zoom werden nach einer formlosen namentlichen Anmeldung an Anmeldung@fight4solidarity.de am Vortag der Veranstaltung versendet. Weitere Infos zu den Anmelde- und Teilnahmebedingungen finden sich hier.

Dez
15
Do
Politik mit Gefühl – Plädoyer für eine emotions- und ungleichheitssensible politische Bildungsarbeit
Dez 15 um 19:00 – 21:30

Web-Seminar mit Prof. Dr. Helmut Bremer

In der politischen Bildung werden Gefühle häufig in ein gegensätzliches Verhältnis zu Rationalität und Vernunft gesetzt und in ihrer (vermeintlichen) Irrationalität vor allem als störend betrachtet. Aber sollten Gefühle nicht auch als etwas gesehen werden, das zum „Politischwerden“ und „Politischsein“ dazu gehört und dementsprechend Beachtung findet? Dieser Frage wird im Web-Seminar nachgegangen, wobei insbesondere darauf geblickt wird, inwiefern die Relevanz von Gefühlen im Bereich des Politischen mit Ungleichheitsverhältnissen zusammenhängt. Plädiert wird dafür, beides in der politischen Bildung aufzugreifen, die dann gleichermaßen emotions- wie ungleichheitssensibel ausgestaltet sein muss. Theoretisch angeschlossen werden kann eine solche Perspektive an Pierre Bourdieus Konzepte von Habitus und politischem Feld.

Prof. Dr. Helmut Bremer ist seit 2009 Professor an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen. Dort leitet er das Fachgebiet Erwachsenenbildung/ Politische Bildung u.a. mit den Arbeitsschwerpunkten Theorien politischer (Erwachsenen-)Bildung, soziale Ungleichheit und Habitus im Bildungssystem, Habitus-und Milieuanalyse und ihre Methoden.

Die Zugangsdaten zum Web-Seminar via Zoom werden nach einer formlosen namentlichen Anmeldung an Anmeldung@fight4solidarity.de am Vortag der Veranstaltung versendet. Weitere Infos zu den Anmelde- und Teilnahmebedingungen finden sich hier.