Medizinverbrechen im ‘Dritten Reich’. Zwangssterilisation, ‘Euthanasie’, Humanexperimente (Dr. Ralf Forsbach)

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    Wann:
    25. September 2019 um 19:00 – 20:30
    2019-09-25T19:00:00+02:00
    2019-09-25T20:30:00+02:00
    Wo:
    Forum der Bergischen VHS Solingen
    Mummstr. 10
    42651 Solingen
    Kontakt:
    Dr. Heinz- Werner Würzler
    0212/290-3265
    Medizinverbrechen im 'Dritten Reich'. Zwangssterilisation, 'Euthanasie', Humanexperimente (Dr. Ralf Forsbach) @ Forum der Bergischen VHS Solingen

    In den aktuellen ethischen Debatten über die Anwendung medizinischer Möglichkeiten wird immer wieder auf die NS-Zeit Bezug genommen. Was die einen als „Totschlagargument“ abwehren, ist für die anderen ein erkenntnisfördernder Bezug auf das Verhalten von Menschen in der Vergangenheit.

    In der NS-Zeit wurden fast 400.000 Menschen zwangssterilisiert, mehr als 216.000 Menschen fielen der „Euthanasie“ zum Opfer, auch viele aus unserer Region. Breitenwirksamen Widerstand gab es selten. Als der Münsteraner Bischof Clemens August Graf von Galen die Tötung von Arbeitsunfähigen offen anprangerte, war dies ein wesentlicher Grund für den Abbruch des größten „Euthanasie“-Verbrechens, der Aktion T 4. Doch der Patientenmord endete damit nicht.

    Was geschah in der NS-Zeit mit Kranken und Behinderten, aber auch mit vollkommen Gesunden in Konzentrationslagern? Welche Auswirkungen hatten die Medizinverbrechen wie Humanexperimente, Zwangssterilisationen und die „Euthanasie“?

    Privatdozent Dr. phil. Ralf Forsbach lehrt an den Universitäten Köln und Münster. Er studierte Geschichte, Politische Wissenschaft und Öffentliches Recht/Völkerrecht. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter forscht der Historiker und Medizinhistoriker derzeit am Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin der Universität Münster im Forschungsprojekt „Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin 1933–1980″.

    Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid