Wenn Kriegsangst Türen für Propaganda öffnet

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Kriege finden nicht nur an der Front statt. Sie wirken bis in unsere Gesellschaft hinein, schüren Ängste und verschieben politische Einstellungen. Eine aktuelle Studie der Sozialpsychologin Pia Lamberty zeigt, wie sehr die Angst vor Krieg in Deutschland angekommen ist – und wie sie die Anfälligkeit für Propaganda erhöht.

Die Zahlen sind alarmierend: 41 Prozent der Befragten fürchten einen Dritten Weltkrieg. 38 Prozent halten neue Kriege in Europa für wahrscheinlich. 54 Prozent erwarten eine Verschlechterung der Sicherheitslage in den kommenden fünf Jahren.

Diese Sorgen nähren Gefühle von Kontrollverlust und Unsicherheit. Populistische und verschwörungsideologische Gruppen nutzen das aus. Sie liefern einfache Schuldzuweisungen, klare Feindbilder und den Anschein von Handlungsfähigkeit. Wer sich von solchen Botschaften leiten lässt, stärkt am Ende autoritäre Kräfte.

Lambertys Studie macht deutlich: Resilienz und Medienkompetenz sind entscheidend. Nur wenn wir lernen, mit Ängsten umzugehen und Informationen kritisch zu prüfen, bleibt unsere Gesellschaft stark – auch in Zeiten globaler Krisen.

Zur Studie „(K)ein bisschen Frieden“ von CeMAS