Theater und Konzerthaus sucht Kulturbotschafterinnen und Kulturbotschafter

Die Kulturnutzung steht vor einem Wandel. Gab es vor einigen Jahren noch so etwas wie einen offiziell oder inoffiziell anerkannten Kulturkanon, nach dem Intendanten ihre Programme aufstellen konnten und eine Zuschauergarantie hatten, so stehen Kultureinrichtungen heute vor einer vielfältigen Kulturlandschaft, die mit steigender Mobilität in weiteren Radien genutzt werden kann, einer größeren gesellschaftlichen Diversität, segregierten Kulturszenen und einem Publikum, welches die Möglichkeiten des Kulturangebotes nach individuellen Interessen und (sowohl zeitlich, als auch finanziellen) Mitteln nutzt.

Daher ist es Ziel des Theater und Konzerthauses Solingen, das Haus stärker in die Kultur- und Stadtgesellschaft hinein zu verankern und die Mitwirkung der Stadtgesellschaft am Angebot des Hauses zu erhöhen. Neben bereits im vergangenen Jahr installierten partizipativen Angeboten, wie die „Open Stage“ und die „Theaterwerkstatt“ startet in diesem Jahr ein weiterer Baustein.

Dafür sucht das Theater und Konzerthaus sechs Solingerinnen und Solinger, die als ehrenamtliche Kulturbotschafterinnen und –botschafter dabei unterstützen, die Kommunikation in die und mit der Stadtgesellschaft aktiv zu gestalten.

Die Kulturbotschafterinnen und -botschafter sollen die Informationen in die Stadt tragen, dort an Netzwerke anknüpfen und mit den Bewohnerinnen und Bewohnern in Kontakt zu deren Wünschen und Bedarfen treten. Sie fungieren als Schnittstelle und als Informationsbrücke in die Stadtgesellschaft hinein und ermuntern Bewohnerinnen und Bewohner das Theater und Konzerthaus als sogenannten „Dritten Ort“ zu gestalten und zu nutzen. Dabei werden sie eng vom Theater und Konzerthaus betreut und erhalten für Ihr Engagement eine kleine Aufwandsentschädigung.

Interessierte Solingerinnen und Solinger können sich bis zum 31.3.2022 beim Kulturmanagement unter kulturmanagement@solingen.de melden.

Das Angebot findet im 2. Halbjahr 2022 statt und wird ermöglicht über eine Förderung der Arbeitsgruppe „Kultur und Integration“.