Bestands- und Bedarfserhebung im Handlungsfeld Jugend(-arbeit)

Im April 2018 wurden drei Gruppeninterviews durchgefĂĽhrt, durch die direkte Erfahrungen, aber auch Gedankenwelten und Reflexionen der Jugendlichen in ihrer inhaltlichen Tiefe erhoben wurden.

Zwei Gruppen bestanden aus Jugendlichen zwischen 14 und 27 Jahren. Die erste Gruppe setzte sich aus je zwei Jugendlichen von vier unterschiedlichen Jugendverbänden und -organisationen zusammen, die zweite Gruppe hat Besucherinnen und Besuchern von Offenen Türen die Gelegenheit geboten, ihre Erfahrung mitzuteilen. Eine dritte Gruppe nutzte die Perspektive der professionellen pädagogisch Verantwortlichen der Offenen Jugendarbeit (OJA).

Thematisch orientierten sich die Gruppeninterviews an der Schulbefragung, indem sowohl die Themenbereiche Diskriminierung und Rechtsextremismus angesprochen wurden, wie auch Teilhabe und Demokratiebildung. Gleichzeitig galt es, auch hier nicht nur Probleme aufzuzeigen, sondern auch von positiven Erfahrungen der Jugendlichen und der Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter zu lernen.

Im Rahmen der Interviews sollte unter anderem herausgefunden werden, wie Jugendliche Teilhabe verstehen, welche Motivation sie haben, sich zu beteiligen und wie sie sich innerhalb ihrer Einrichtung bzw. ihres Verbandes repräsentiert fühlen.

Zusätzlich zu den drei Gruppeninterviews wurden im Rahmen der Antirassismustage und des Schülerrockfestivals „frei, gleich & laut“ in Zusammenarbeit mit dem Projekt fYOUture am 17. März 2018 100 Jugendliche zum Thema Diskriminierung spontan befragt. Mit Hilfe eines kurzen Fragebogens sollten die Jugendlichen ihre Einschätzung zur möglichen Benachteiligung aufgrund der Herkunft und zu eigenen Erfahrungen mit Diskriminierung abgeben. Dabei wurden Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund befragt.