Gedenkstättenfahrt Dachau und München

Für eine mehrtägige Gedenkstättenfahrt bieten sich München und die KZ-Gedenkstätte Dachau an. Die Jugendherberge Dachau bietet eine günstig gelegene Unterkunft mit Seminarräumen, die auch von den pädagogischen Mitarbeitern der Gedenkstätte zur Vorbereitung des Besuchs genutzt werden. Neben allgemeinen Rundgängen können thematische Schwerpunkte wie Biographie-Arbeit oder die Beziehung der Stadt Dachau zum Lager gewählt werden.

Die Vorbereitung bietet die Chance, sich inhaltlich und emotional auf den Besuch einzustimmen, bevor anhand des historischen Geländes, der noch erhaltenen Gebäude, der Rekonstruktionen und Inszenierungen am Ort die Spuren herausgestellt werden, die von der Zeit des Konzentrationslagers und der Nachgeschichte zeugen. Der Einbezug von Biografien ehemaliger Häftlinge ermöglicht einen personalisierten Zugang. Die Nachbereitung rundet den Besuch ab und regt zur Reflexion an.

Mit der S-Bahn gelangt man von Dachau auch schnell nach München. Hier bietet die Weiße-Rose-Stiftung im Lichthof der Ludwig-Maximilian-Universität Führungen durch Studentinnen und Studenten an. Eine Ausstellung zeigt die Geschichte des Widerstandskreises rund um die Geschwister Scholl. Auf dem Friedhof am Perlacher Forst können die Gräber von Hans und Sophie Scholl besucht werden.

München, die Stadt, in der Adolf Hitlers Aufstieg begann, wurde von seinen Anhängern auch „Hauptstadt der Bewegung“ genannt. Ein Themengeschichtspfad zur Geschichte des Nationalsozialismus führt zu insgesamt 38 Orten des Erinnerns und Gedenkens, die mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Münchens in Verbindung stehen. Die Orte liegen im Stadtzentrum und können als Gesamtroute, in Teilstrecken oder einzeln erschlossen werden. Hier bietet sich an, dass die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen eine individuelle Tour vorbereiten.

Über eine im Juni 2018 von Patrick Kiesecker mit der Weiße-Rose-AG der Geschwister-Scholl-Schule durchgeführte Fahrt berichtet Daniela Tobias auf der Webseite des Unterstützerkreises Stolpersteine.

Fahrt der Weißen-Rose-AG der Geschwister-Scholl-Schule im Juni 2018. Fotos: Daniela Tobias