Als Anni Margot Bendheim in Berlin geboren, lebte sie mit ihrem vier Jahre jüngeren Bruder Ralph nach der Trennung der Eltern bei ihrer Mutter. Emigrationsversuche scheiterten – ihre Familie wurde deportiert und in Auschwitz ermordet. Margot konnte zunächst untertauchen, wurde aber 1944 verhaftet und ins KZ Theresienstadt gebracht, wo sie einen Bekannten wiedertraf. Adolf Friedländer und Margot überlebten, heirateten und emigrierten 1946 nach New York. Nach dem Tod ihres Mannes 1997 besucht Margot einen Kurs für biografisches Schreiben; 2008 erscheint ihre Autobiografie „Versuche, dein Leben zu machen“. Mit fast 90 Jahren kehrt die Zeitzeugin nach Berlin zurück, um wieder hier zu leben und vor allem in Schulen zu sprechen. Die 103-Jährige stirbt zwei Tage nach ihrer Rede zum 80. Jahrestag des Kriegsendes in Berlin.
Es handelt sich um eine Folge der seit 2018 stattfindenden VHS-Reihe „Starke Frauen“ mit Journalistin Stefanie Mergehenn.







