Im Polizeipräsidium Wuppertal wird die Sonderausstellung „Auftakt des Terrors. Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus“ vom 11. September bis zum 30. Oktober 2026 ausgestellt. Am 29.09. gibt es die Möglichkeit an einer Führung durch die Ausstellung teilzunehmen. Bei der Durchsetzung und Sicherung der nationalsozialistischen Herrschaft spielten die Konzentrationslager (KZ) eine zentrale Rolle. Heute kennen viele Menschen die Namen der großen Konzentrations- oder Vernichtungslager wie Buchenwald oder Auschwitz, aber nur wenige haben schon einmal von frühen Konzentrationslagern wie Ahrensbök oder Kemna gehört.
Die frühen Konzentrationslager wurden in den ersten Monaten der NS-Diktatur eingerichtet und teils schon nach wenigen Wochen oder Monaten wieder geschlossen. Das nationalsozialistische Regime erprobte dort Instrumentarien der Gewalt. Der Weg in den millionenfachen Massenmord war damit noch nicht vorgezeichnet, aber geebnet.
„Auftakt des Terrors. Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus“ ist eine Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft „Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager“ (AGGOK). In der Arbeitsgemeinschaft sind Bildungseinrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengeschlossen. Ziel ist es, die Geschichte der frühen Lager bekannter zu machen und durch die Auseinandersetzung mit ihrer Funktion im nationalsozialistischen Herrschaftssystem für heutige antidemokratische Entwicklungen zu sensibilisieren. Anlässlich des 90. Jahrestags der „Reichstagsbrandverordnung“ vom 28. Februar 1933 haben die Mitglieder der AG gemeinsam die Ausstellung erarbeitet. Die heute weithin unbekannte Geschichte der frühen Lager wird damit erstmals für ein breiteres Publikum zugänglich gemacht.
Treffpunkt: Polizeipräsidium Wuppertal, Friedrich-Engels-Allee 228.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Rheinisch-Bergischen Zentrum für Polizeigeschichte.
Anmeldung zu dieser Veranstaltung über unseren Ticket-Shop: https://bergische-vhs.ditix.shop/event/v8sy05jq50qshda0
Kursleitung: Matthias Lammers, Barbara Herfurth-Schlömer







