Demokratiekonferenz liefert Impulse für kommunale Strategien

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Am 11. Mai fand in Solingen die diesjährige Demokratiekonferenz statt, die in diesem Jahr erstmals mit dem Fach- und Aktionstag kombiniert wurde. Rund 90 Teilnehmende aus Verwaltung, Bildung, Zivilgesellschaft, Vereinen und engagierter Bürgerschaft kamen in der Gläsernen Werkstatt zusammen, um aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu diskutieren und gemeinsam Perspektiven für ein demokratisches und vielfältiges Zusammenleben in Solingen zu entwickeln.

Die Verbindung von Demokratiekonferenz sowie Fach- und Aktionstag ermöglichte dabei sowohl fachlichen Austausch als auch praxisnahe Diskussionen und Beteiligungsformate. Im Mittelpunkt standen sieben thematische Workshops, die als World Cafés organisiert waren. Besonders wichtig war dabei der partizipative Ansatz: Die Teilnehmenden konnten die Themen und Fragestellungen, die sie als besonders relevant für Solingen wahrnehmen, selbst priorisieren und aktiv in die Diskussion einbringen. Diskutiert wurde unter anderem zu den Themen Demokratiefeindlichkeit, Rechtsextremismus, Jugend, Schule, Rassismus, digitale Räume sowie zur Situations- und Ressourcenanalyse für Solingen. In allen Workshops wurde engagiert gearbeitet, Erfahrungen ausgetauscht und konkrete Handlungsideen entwickelt.

Die Teilnehmenden beschäftigten sich dabei unter anderem mit Fragen gesellschaftlicher Teilhabe, dem Umgang mit Desinformation und Hate Speech, demokratischer Bildung, Jugendbeteiligung sowie der Stärkung von Begegnungs- und Dialogräumen. Auch Herausforderungen wie soziale Unsicherheit, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, fehlende Beteiligungsmöglichkeiten oder die Auswirkungen digitaler Filterblasen wurden intensiv diskutiert.

Zugleich wurden zahlreiche Ansätze benannt, um demokratische Teilhabe vor Ort zu stärken: etwa durch niedrigschwellige Begegnungsangebote, aufsuchende Jugendbeteiligung, den Ausbau von Medienkompetenz, stärkere Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Zivilgesellschaft sowie mehr Beteiligung auf Augenhöhe. Wiederholt wurde dabei betont, wie wichtig Selbstwirksamkeit, Transparenz und reale Mitgestaltungsmöglichkeiten für gesellschaftlichen Zusammenhalt und demokratisches Vertrauen sind.

Die Ergebnisse der Workshops fließen nun sowohl in die derzeit erarbeitete Situations- und Ressourcenanalyse als auch in das daraus entwickelte Handlungskonzept ein. Damit bilden die eingebrachten Perspektiven, Erfahrungen und Prioritäten der Teilnehmenden eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung kommunaler Strategien zur Demokratieförderung, Prävention und Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Solingen.