Die Fotoserie „Spuren im Stein – Jüdische Friedhöfe am Niederrhein“ des Journalisten und Galeristen Armin Alfermann wurde erstmals im Jahr 1986 unter der Schirmherrschaft des damaligen nordrhein-westfälische Ministerpräsidenten Johannes Rau gezeigt und fand international Beachtung. Anlässlich des 100. Geburtstags des 1998 verstorbenen Fotografen zeigen Olaf Link und Andreas Schäfer im Museum Zentrum für verfolgte Künste eine Auswahl aus der Serie, die in die Sammlung des Jüdischen Museums Berlin eingegangen ist. Armin Alfermann setzte sich als Zeitzeuge des Nationalsozialismus für Verständigung und Aufklärung und gegen ein Wiedererstarken des Faschismus ein und war ein Initiator der Arbeitsgemeinschaft Jüdischer Friedhof an der damaligen Gesamtschule Solingen.
Weitere Informationen: Spuren im Stein – Jüdische Friedhöfe am Niederrhein – Ausstellung des Zentrums für verfolgte Künste (verfolgte-kuenste.com)
Die Griechische Gemeinde Solingen, die Pfarrgemeinde St. Sebastian und die AXION-Akademie der Werte laden für den Vorabend der Europawahl unter dem Titel „Klassik – griechisch interpretiert“ zu einem Konzert ein, auf dessen Programm Werke von Komponisten aus Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich und Finnland stehen.
Das Konzert findet am Samstag. 8. Juni 2024, 18.30 Uhr, im Pfarrheim, Hackhauser Straße 16, 42697 Solingen, statt.
Der Eintritt ist frei.
Interpretiert werden diese von der Pianistin Evita Maniatopoulou sowie den Pianisten Lambis Vassiliadis und Andreas Xenopoulos, allesamt eigens für dieses Konzert im Rahmen der Feierlichkeiten „650 Jahre Stadt Solingen“ aus Griechenland, der Wiege der europäischen Demokratie, in der Klingenstadt zu Gast.
Programm:
J. Sibelius
Op. 75 No.5 Granen (The Spruce)
Op. 5 No.5 Impromptu
Op.24 No.1 Impromptu
Op. 24 No.3 Caprice
Op.24 No.10 Barcarola
Op.76 No.2 Etude
Andreas Xenopoulos
R. Wagner/ F. Liszt
Isoldes Liebes-Tod
Evita Maniatopoulou
Α. Fumagalli
Casta Diva che inagenti „Norma“, Op. 61
Lambis Vassiliadis
F. Chopin
Etudes
Op. 10, Nos 1, 2, 4, 12
Op. 25, Nos. 1, 2, 6, 7, 11
Mazurkas
Op. 24, Nos. 2, 4
Lambis Vassiliadis
J. Brahms
Hungarian Dances, Nos 1, 5
Lambis Vassiliadis/ Evita Maniatopoulou
A. Dvořák
Slavonic Dances, Op. 72, No. 2
Slavonic Dances, Op. 46, No. 8
Lambis Vassiliadis/ Evita Maniatopoulou

Das Theaterstück „Barfuß Nackt Herz in der Hand“ muss am 12. Juni leider ausfallen. Die Aufführungen werden nach den Sommerferien nachgeholt.
Ein Theaterstück macht Karriere. Ein Theaterereignis, eine Groteske, die unter die Haut geht, in ihrer Schlichtheit erschütternd, ihrer Treffsicherheit beschämend, ohne Klage und Anklage zwei Welten ,zwei Kulturen und zwei Religionen aufeinanderprallen lässt, die so unversöhnlich sein wollen und so versöhnlich sein könnten: … so flehen die poesievollen Worte dieses Monologes wie zärtlich leise Lieder.
Tiefgreifend rührt Jalaly an eines der größten gesellschaftlichen Probleme des modernen Deutschland – Ablehnung Fremden gegenüber, die zuweilen in blinden Hass auflodert. Tobend, lachend, weinend offenbart sich … ein verwirrter Seelenzustand zwischen Trauer, Stolz, Freude, Glaubenszweifel, Verbundenheit…
Ein Stück, das weder anklagt noch Gräber aufreißt. Im Gegenteil: Ali kann sympathischer kaum sein. Ali Jalalys Stück mausert sich zum Dauerbrenner.“
Theater Pur
12. Juni 2024, Zentrum für verfolgte Künste
11 Uhr: Schulvorstellung, inklusive kleinem Workshop mit Judith Steinig-Lange
Anmeldung (für Klasse, Kurs, AG o.ä.) bei Michael Roden (m.roden@solingen.de)
18 Uhr: öffentliche Vorstellung, keine Anmeldung erforderlich
Der Eintritt ist jeweils frei.
Veranstalter ist die Stadt Solingen in Kooperation mit dem Zentrum für verfolgte Künste, unterstützt durch das Programm „Demokratie leben!“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Programm
18:00 Uhr Eröffnung
Moderation: Shelly Kupferberg
Es sprechen:
- Dr. Jürgen Joseph Kaumkötter, Direktor des Museums Zentrum für verfolgte Künste
- Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Bundesministerin a. D., Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen
- Sylvia Löhrmann, Staatsministerin a. D., Vorsitzende des Förderkreises des Museums
- Gesandter Rafał Sobczak, Direktor des Polnischen Instituts Düsseldorf
19:00 Uhr Konzert
Die Violinistin Klara Gronet und die Pianistin Sonja Kowollik spielen Werke von Witold Lutosławski, Mieczysław Weinberg, Grażyna Bacewicz und Robert Schumann.
Das Konzert-Programm:
- Witold Lutosławski (1913-1994): Ein polnischer Komponist, der unter den schwierigen Bedingungen des Zweiten Weltkriegs und des kommunistischen Regimes in Polen arbeitete. Sein Stück „Subito“ für Violine und Klavier ist ein eindrucksvolles Beispiel seiner modernen Musiksprache und zeigt eine fesselnde Mischung aus Dynamik und Emotion.
- Mieczysław Weinberg (1919-1996): Ein polnisch-jüdischer Komponist, der dem Holocaust durch die Flucht in die Sowjetunion entkam, jedoch unter dem Stalin-Regime ebenfalls verfolgt wurde. Seine Sonatine op. 46 für Violine und Klavier reflektiert die Komplexität seiner Erfahrungen.
- Grażyna Bacewicz (1909-1969): Eine herausragende polnische Komponistin und Violinistin, die als eine der bedeutendsten Komponistinnen des 20. Jahrhunderts gilt. Ihre Sonata No.2 für Solovioline zeigt ihre Virtuosität und ihr innovatives Kompositionsvermögen.
- Robert Schumann (1810-1856): Ein bedeutender deutscher Komponist der Romantik. Seine Drei Romanzen Op. 94 sind intime, gefühlvolle Stücke, die seine meisterhafte Fähigkeit zur musikalischen Ausdruckskraft demonstrieren.

Der Stadtdienst Integration, das Diakonische Werk, der Landesrat der Roma NRW und die Sinti-Allianz Deutschland e.V. laden Sie herzlich zur Veranstaltung „DJANE ROMANE(S)?! – Zusammenhalt durch Sprache“ am 6. November 2024, von 11 bis 17 Uhr, ins Zentrum für verfolgte Künste in Solingen ein.
Anlässlich des Internationalen Tages des Romanes, den die UNESCO 2015 ins Leben rief, beleuchten wir die Bedeutung der Sprache Romanes. Diese Sprache, die zur indo-arischen Sprachfamilie gehört, ist eng mit Sanskrit, Hindi und Bengali verwandt. Schätzungsweise 12 Millionen Roma leben in Europa, doch aufgrund von Diskriminierung sprechen viele ihre eigene Sprache nicht mehr.
Die Veranstaltung bietet eine besondere Gelegenheit, mehr über die Kultur und Geschichte der Roma zu erfahren und über die Rolle von Sprache für Identität und Bildung zu reflektieren.
Programm-Highlights:
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Theatermonolog „Zigeuner*-Boxer“: Carsten Kellers bewegender Monolog über das Leben des Sinto-Boxers Rukeli Trollmann, der 1944 im KZ Buchenwald ermordet wurde.
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Impulsvortrag: Die Romanes-Lehrerin Beata Burakowska zeigt auf, wie der Herkunftssprachliche Unterricht in Romanes die schulischen Leistungen und die Identität stärkt.
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Lesungen und persönliche Geschichten: Autoren wie Ricardo Lenzi Laubinger („Eisig weht der kalte Wind“), Norbert Mappes-Niedieck („Arme Roma, böse Zigeuner*“) sowie die Aktivist:innen Ruzdija Sejdovic, Adnan Saiti und Elvira Akvazi teilen literarische Werke und persönliche Erfahrungen.
- Podiumsdiskussion: Vertreter des Landesrats der Roma NRW, der Sinti-Allianz und der Landesstelle Schulische Integration diskutieren die Rolle von Romanes für Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Musikalisch und künstlerisch begleitet wird der Tag von einem Impressionstanz von Nenad Rademakers, Musik des Violinisten Aleks Aleksiev und dem Krefelder Kinderchor des Bildungsvereins Roeducatie. Wolfgang Arzt vom Diakonischen Werk moderiert die Veranstaltung. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an diesem besonderen Tag!
Veranstaltungsinfos im Überblick:
Was? Fach- und Kulturtag „DJANE ROMANE(S)?! – Zusammenhalt durch Sprache“
Wann? 6. November 2024, 11:00 – 17:00 Uhr
Wo? Zentrum für verfolgte Künste, Solingen
Anmeldung: https://kurzlinks.de/DR24 oder per E-Mail: kristiina.albrecht@diakonie-solingen.de
* Hinweis zur Verwendung des Begriffs: Manche Veranstaltungstitel dieses Fachtags beinhalten einen Begriff, der historisch umstritten ist. Wir sind uns der diskriminierenden und abwertenden Bedeutung dieses Begriffs bewusst. Dieser wird hier in einem spezifischen, reflektierten Kontext und als Selbstbezeichnung durch Betroffene verwendet, um auf wichtige Themen aufmerksam zu machen. Im alltäglichen Sprachgebrauch lehnen wir die Verwendung dieses Begriffs ab, da er als abwertend und diskriminierend gilt.
Das Zentrum für verfolgte Künste in Solingen begeht sein zehnjähriges Jubiläum mit einer besonderen Festveranstaltung.
Die Festrede hält Prof. Dr. Norbert Lammert, ehemaliger Bundestagspräsident und engagierter Fürsprecher für Demokratie und Kultur.
Die ursprünglich geplante Festansprache von Bundestagspräsident a. D. Prof. Dr. Norbert Lammert kann aufgrund eines Beinbruchs leider nicht stattfinden.
Anstelle der Festansprache wird Dr. Gabriele Uelsberg, die ehemalige Gründungsvorsitzende der Bürgerstiftung, einen Rückblick auf die Entstehungsgeschichte des Museums geben.
Im anschließenden Podiumsgespräch wird reflektiert, welche Rolle das Zentrum für verfolgte Künste in den vergangenen Jahren im kulturellen und politischen Diskurs gespielt hat – und wie es seine Aufgaben als Ort des Gedenkens, der Bildung und des kulturellen Austauschs in Zukunft weiter erfüllen kann. Die Gesprächsrunde wird von Dorothee Daun, Vorsitzende des Aufsichtsrats, und Dr. Jürgen Kaumkötter, Museumsdirektor, moderiert.
Die Violinistin Liv Migdal wird zusammen mit dem Pianisten Fil Liotis Werke von Heinrich Ignaz Franz Biber und Paul Ben-Haim spielen, darunter die Uraufführung des Stückes Petite Balade des israelischen Komponisten Ben-Haim.
Im Anschluss sind die Gäste zu einem Empfang mit Buffet eingeladen.
Interessierte werden um Anmeldung gebeten:
Tel. 0212/23 37 47 52 (Mo–Fr) oder per E-Mail: info@verfolgte-kuenste.de
Am 9. März 2025 eröffnet das Zentrum für verfolgte Künste im Bereich der Literatursammlung eine Kabinettausstellung zu Comics und Graphic Novels über den Holocaust, die sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Medium der Erinnerungskultur entwickelt haben.
Die ersten künstlerischen Zeugnisse der Verbrechen des Holocausts dienten oft als historische Beweise und Ausdruck des Überlebenswillens der Opfer. Viele dieser Zeichnungen wurden direkt nach dem Krieg veröffentlicht, blieben jedoch lange Zeit nur einem kleinen Kreis von Historikern und Überlebenden bekannt.
Auf diese frühen Zeugnisse folgte eine lange Phase des Schweigens. Erst mit den NS-Prozessen der 1960er-Jahre und dem wachsenden öffentlichen Bewusstsein für Erinnerungskultur Ende der 1970er Jahre rückte das Thema zunehmend in den Fokus. In dieser Zeit begannen Künstlerinnen und Künstler sowie Autorinnen und Autoren, sich intensiver mit dem Holocaust auseinanderzusetzen – nicht nur in der Literatur, sondern auch im Medium Comic.
Herzliche Einladung der Solinger SPD anlässlich des Internationalen Frauentages 2025 zu einem Vortrag über Leben und Werk von Lee Miller.
Lange Zeit wurde die amerikanische Fotografin Lee Miller (1907–1977) vor allem als Fotomodell, Muse und im Zusammenhang mit männlichen Kollegen, wie dem surrealistischen Künstler Man Ray, oder ihrem Freund Pablo Picasso wahrgenommen.
Als hoch kreative, originelle und für ihre Zeit ungewöhnlich unabhängige und selbstbestimmte Künstlerin erfährt sie erst in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit, die sie verdient – mit einem beeindruckenden Oeuvre, das von surrealistischer Kunst bis zur Kriegsfotografie reicht.
Mit dem ihr eigenen Blick für skurrile, traumartige Szenerien und einem untrüglichen Sinn für Ästhetik schuf sie Ikonen der Fotogeschichte, wie die spektakuläre Aufnahme von ihr im April 1945 in Adolf Hitlers Badewanne.
Nach einer Begrüßung durch die Aufsichtsratsvorsitzende Dorothee Daun und Dr. Jürgen Kaumkötter, Direktor des Zentrums für verfolgte Künste, wird Kuratorin Dr. Katharina Günther Einblicke geben in das facettenreiche Leben und Wirken dieser eindrucksvollen Künstlerin.
Statt Eintritt wird eine Spendenbox bereit stehen zur Unterstützung der Zielsetzungen des Zentrums.
Das Zentrum für verfolgte Künste präsentiert die erste monografische Ausstellung von Marian Ruzamski außerhalb Polens: „Marian Ruzamski – Kunst der Erinnerung“. Die Ausstellung würdigt das Werk des polnischen Malers und Shoah-Zeugen, der 1943 nach Auschwitz deportiert wurde und 1945 in Bergen-Belsen starb. Seine in Auschwitz entstandenen Werke sind ein stiller Widerstand gegen das Vergessen und Ausdruck der Hoffnung in Zeiten der Dunkelheit.
Zur Eröffnung wird herzlich eingeladen:
8. Mai 2025, 18:00 Uhr
Zentrum für verfolgte Künste, Solingen
Das Demokratie-Café lädt ein zum Mitdenken, Mitreden und Mitgestalten!
Dieses Mal steht das Treffen unter einem besonders wichtigen Thema:
„Gute Orte schaffen!“
Gemeinsam möchten wir der Frage nachgehen:
Was braucht es, damit die Innenstadt ein guter Ort für Frauen, Männer und Kinder wird?
In kleinen Gruppen entwickeln wir gemeinsam Ideen und Visionen für eine Innenstadt, in der sich alle wohlfühlen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation.
Bringen Sie Ihre Perspektive mit – Ihre Meinung zählt!
Flyer Einladung Demokratie Café
Bitte melden Sie sich an unter: werkstatt@seg-solingen.de







