Zwangssterilisierungen und „Euthanasie“ – Medizinverbrechen an Solinger*innen in der NS-Zeit – ein Forschungsbericht

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    Wann:
    7. Mai 2024 um 18:30 – 20:00
    2024-05-07T18:30:00+02:00
    2024-05-07T20:00:00+02:00
    Wo:
    VHS Solingen; 322 Forum
    Mummstr. 8/10
    42651 Solingen
    Preis:
    Kostenlos
    Kontakt:
    0202 563-2607

    Für die Nationalsozialisten galten psychisch Kranke und Menschen mit Behinderungen als Träger von Erbkrankheiten, die keinen Platz in der von ihnen angestrebten „Volksgemeinschaft“ hatten. Entsprechend der damaligen Gesetzgebung wurden seit 1934 mehrere Hundert Solinger*innen zwangssterilisiert. Als 1939 der Massenmord an Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen begann, zählten auch Solinger*innen zu den Opfern.

    Der Vortrag gibt einen Überblick über das lokal noch immer weithin unbekannte Thema, beschreibt die Verfahren und benennt Solinger Akteure. Neuere Erkenntnisse zu Einzelschicksalen von Betroffenen und Ermordeten werden vorgestellt.

    Der Historiker Armin Schulte ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Stadtarchivs Solingen und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema.