Vortrag „Würdigung der Opfer – Erinnern an Taten und Täter?“

Wann:
27. Februar 2020 um 19:00 – 21:00
2020-02-27T19:00:00+01:00
2020-02-27T21:00:00+01:00
Wo:
Waschhaus Weegerhof
Hermann-Meyer-Straße 28 a
42651 Solingen

Der Verein Max-Leven-Zentrum Solingen e.V. und das Katholische Bildungswerk Wuppertal / Solingen / Remscheid laden zu einem Vortrag von Prof. Dr. Alfons Kenkmann zur Arbeit der Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen ein.

27. Februar 2020, 19.00 Uhr
Waschhaus Weegerhof
Hermann-Meyer-Straße 28 a
42657 Solingen

In Solingen stellt sich aktuell die Frage, wie die Zeit des Nationalsozialismus historisch aufgearbeitet und für ein breites Publikum vermittelt werden kann. Mit der neuen Bildungs- und Gedenkstätte Max-Leven-Zentrum Solingen entsteht ein Erinnerungsort in der Stadt, der zur kritischen Auseinandersetzung wie zu bürgerschaftlichem Engagement einlädt.

Eine wichtige Voraussetzung dafür ist es, auf die frühen und aktuellen Formen der Erinnerung an die Opfer und Verfolgten der NS-Herrschaft einzugehen. Mit der Gedenkhalle in Oberhausen stellte Nordrhein-Westfalen einen der ersten Orte des Gedenkens bundesweit. Ende der 1970er Jahre erfuhren die Gedenk- und Erinnerungsinitiativen dann mit der neuen Geschichtsbewegung vor Ort einen erheblichen Schub in ihren Bemühungen, dauerhafte Orte des Gedenkens zu schaffen. In den 1990er Jahren geriet zusätzlich verstärkt die Aufarbeitung der Taten und Täter vor Ort in den Blick. Heute verfügt Nordrhein-Westfalen über eine vielfältige und ausdifferenzierte Erinnerungs- und Gedenkstättenlandschaft, die jährlich generationenübergreifend von Hunderttausenden besucht wird.

Welche Bedingungen, Chancen und Grenzen könnte es in Solingen geben, das Thema des Widerstands und der NS-Verfolgung historisch und didaktisch fundiert aufzubereiten und mit dem authentischen Ort zu verknüpfen? Welche aktuellen Entwicklungen gibt es in der geschichtspolitischen Bildung der Gedenkstättenarbeit?

Prof. Dr. Alfons Kenkmann ist seit 2003 Professor für Didaktik der Geschichte an der Universität Leipzig. Von 1998 bis 2003 brachte er als Gründungsdirektor den Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster auf den Weg, der sich der Erforschung und Vermittlung von Polizei- und Verwaltungshandeln im 20. Jahrhundert widmet.

Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben und unterstützt vom Spar- und Bauverein Solingen eG.

Der Eintritt ist frei.