Theaterstück „Monolog mit meinem ,asozialen’ Großvater – Ein Häftling in Buchenwald“

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    Harald Hahn, Foto: Peter Steudtner | panphotos.org
    Wann:
    27. Januar 2024 um 18:30 – 20:30
    2024-01-27T18:30:00+01:00
    2024-01-27T20:30:00+01:00
    Wo:
    Zentrum für verfolgte Künste
    Wuppertaler Str. 160
    Kontakt:
    Max-Leven-Zentrum Solingen e.V.
    0212 5947080
    Theaterstück „Monolog mit meinem ,asozialen' Großvater – Ein Häftling in Buchenwald“ @ Zentrum für verfolgte Künste

    In der NS-Diktatur wurden Menschen als „Asoziale“ verfolgt und ermordet. Bis heute erfahren sie weder angemessenes Gedenken noch Gerechtigkeit. Dieses Theaterstück will das ändern. Anlässlich des deutschen Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus zeigt das Max-Leven-Zentrum zusammen mit dem Evangelischen Kirchenkreis Solingen im Zentrum für verfolgte Künste die Inszenierung von Harald Hahn.

    Erst 2020 wurden auch die „Asozialen“ vom Bundestag offiziell als Opfer der NS-Diktatur anerkannt. Persönliche Zeugnisse gibt es von ihnen kaum und das Erinnern an sie kann herausfordernd sein: dem saufenden Großonkel gedenken, der mitunter gewalttätig wurde? Der obdachlosen Großmutter, die sich prostituierte? Nur zögerlich beginnt unsere Gesellschaft, sich mit den unbequemen Opfern auseinanderzusetzen.

    Auch der Theatermacher und Pädagoge Harald Hahn wusste lange wenig über die Geschichte seiner Familie: Der Großvater war als „Asozialer“ im KZ. In Form eines Erzähltheaters will er sich nun diesem Familiengeheimnis annähern – und dabei aufzeigen, was Schuld, Scham und Schweigen über Generationen in Familien anrichten, wie Klasse und Herkunft unsere Gesellschaft heute noch strukturieren und was das mit dem Wert eines Lebens macht.

    Im Anschluss an das Stück findet ein Publikumsgespräch statt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.