„Einen Schmetterling habe ich hier nicht gesehen“ – Kinderzeichnungen aus dem KZ Theresienstadt

Austellungseröffnung mit Vorträgen von Gedichten aus Theresienstadt und musikalischer Begleitung

Über 11.000 zumeist jüdische Kinder wurden in dem Konzentrationslager Theresienstadt unter unmenschlichen Bedingungen gefangen gehalten, um sie nach dem vom Rassenwahn geprägten Plan der Nationalsozialisten zu ermorden. Nur wenige von ihnen überlebten. Die Ausstellung zeigt Zeichnungen von Kindern aus Theresienstadt. Sie malten auf allem, was ihnen unter den katastrophalen Bedingungen geeignet erschien -auf Packpapier, Karteikarten oder Formulare. Sie dokumentierten so den Alltag im Lager, die wenigen kleinen Freuden, das Leid der Mithäftlinge, ihre Hoffnungen und die unter den menschenverachtenden Bedingungen heute teilweise grotesk erscheinende Lagerroutine. Über 4000 Zeichnungen blieben der Nachwelt erhalten.

Die Ilustration „Blumen und Schmetterlinge“ stammt von Margit Koretzova. Geboren am 8.4.1933, wurde sie am 18.01.1942 von Pilsen ins Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt und von den Nationalsozialisten am 4.10.1944 in Auschwitz ermordet.

PDF Plakat Ausstellung Kinderzeichnungen