Die AfD – Einschätzung von Extremismusgehalt und Gefahrenpotential aus politikwissenschaftlicher Sicht

Die AfD ist im Bundestag und in allen Landtagen vertreten. Doch wie muss die Partei aus demokratietheoretischer Sicht eingeschätzt werden? Ist sie eine demokratisch-konservative Kraft, wie sie sich selbst sieht, oder ist sie schon eine rechtsextremistische Partei, wie dies die neuere Extremismusforschung postuliert?

Zur letztgenannten Einschätzung neigt der Referent, der die Entwicklung der Partei kritisch begleitet hat. Er geht davon aus, dass eine anfänglich tatsächlich noch demokratisch-konservative Partei sich über einen internen „Rechtsruck“ hin zu einer rechtsextremistischen Partei ähnlich der „Republikaner“ Ende der 1980er Jahre entwickelt hat. Dabei sei ihre Extremismusintensität niedriger als die der NPD, gleichwohl gingen dadurch größere Gefahren für die Demokratie aus.

Im Vortrag sollen die damit einhergehenden Analysekriterien erläutert und die Einschätzung mit entsprechenden Belegen aus politikwissenschaftlicher Sicht begründet werden.

Referent: Prof. Dr. phil. Armin Pfahl-Traughber, Politikwissenschaftler und Soziologe, ist hauptamtlich Lehrender an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl und gibt ebendort das „Jahrbuch für Extremismus- und Terrorismusforschung“ heraus. Letzte Buchpublikationen zum Thema: „Rechtsextremismus in Deutschland“, „Die AfD und der Rechtsextremismus“, beide Wiesbaden 2019, letzte Buchveröffentlichung allgemein: Ex-tremismus und Terrorismus in Deutschland, Stuttgart 2020.

 

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