Antimuslimischer Rassismus – Befragung einer deutschen Frau

Online-Interview

Mit Mahjouba Yasmine // Moderation: Sami Omar

Im vergangenen Jahr schätzten Teilnehmer*innen einer Studie** den Anteil an Muslim*innen in Deutschland auf 21 Prozent. Tatsächlich sind es 6 Prozent. Die Einschätzung spiegelt ein gesellschaftliches Klima wider, das besonders von rechten Kräften gepflegt wird. Aufgrund ihrer Sichtbarkeit im öffentlichen Raum, sind besonders Muslim*innen, die Hijab tragen, Gewalt und Beleidigungen ausgesetzt. Auch strukturell werden sie häufig benachteiligt, wie in einer Vielzahl von Studien untersucht und belegt
wurde.
Während der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, im vergangenen Jahr dazu aufrief, als Zeichen der Solidarität mit deutschen Juden, Kippa zu tragen, bleiben ähnliche Bekundungen von Politiker*innen im Bezug auf Muslim*innen bisher aus. Stattdessen dominieren Artikel über das sogenannte „Kopftuchverbot“ die Schlagzeilen. Dabei wird die Frage diskutiert, ob studierte deutsche Frauen, die Hijab tragen, dass deutsche Bildungssystem mit ihrer Arbeitskraft unterstützen dürfen oder nicht.
Mahjouba Yasmine ist solch eine studierte, deutsche Frau. Die Gesellschafts- und Politikwissenschaftler*in ist Integrationsbeauftragte der Stadt Euskirchen. Auf ihrem Instagram-Account interviewt sie regelmäßig spannende Menschen zu Fragen der Diskriminierung und des Rassismus. In unserer Reihe „Let´s talk about racism“ ist sie im Gespräch mit Sami Omar, Kampagnenreferent der Caritas für den Rheinisch-Bergischen Kreis e.V.

Kostenloses Online Interview: Teilnahme via Zoom
Anmeldung und Infos unter: s.omar@caritas-rheinberg.de // Tel: 02202/1008-608