77. Jahrestag der Deportation Solinger Sinti nach Auschwitz

Kundgebung und Mahngang zum Sinti-Denkmal an der Korkenziehertrasse

Aus der Einladung: „Mindestens 62 – zumeist Solinger – Sinti, die Hälfte davon Kinder unter 14 Jahren, wurden am 3. März 1943 von der Kriminalpolizei aus den beiden städtischen „Zigeuner-Lagern“ (Potshauser Str. 10 und Wörthstr. 24) zur Deportation in das Vernichtungslager Auschwitz zusammengetrieben und abtransportiert. Für mindestens 55 von ihnen war dies eine Fahrt in den Tod. So wurden nahezu alle in Solingen lebenden Sinti vernichtet. Nach 1945 war das Verbrechen an den Sinti lange Jahre kein Thema.

Heute, 77 Jahre nach dieser Deportation in den Tod, rufen wir die Solingerinnen und Solinger auf, keine Diskriminierungen von Roma und Sinti zuzulassen. Eine Befragung unter Solinger Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern im Jahr 2017 zeigte auf, dass Antiziganismus, in Form von abwertenden und ablehnenden Haltungen und Einstellungen gegenüber Sinti und Roma, noch immer weit verbreitet ist.

Stellen Sie sich gegen die rassistischen Parolen der extremen Rechten!

Treten Sie mit uns für eine menschenwürdige Versorgung, ärztliche Behandlung und Unterbringung aller Menschen ein, die bei uns Schutz suchen und in dieser Stadt leben und arbeiten wollen! Tragen Sie mit dazu bei, dass die bislang weitgehend vergessene Verfolgung der Sinti und Roma im kollektiven Gedächtnis unserer Stadt bewahrt wird und den nachkommenden Generationen Mahnung und Aufforderung sein wird.“