Seit dem 7. Oktober 2023 steht die Bildungsarbeit vor neuen Herausforderungen im Kampf gegen den zunehmenden Antisemitismus. Dr. Karim Fereidooni, Didaktikprofessor an der Ruhr-Universität Bochum, hat 50 Handlungsmöglichkeiten zur Unterstützung von Lehrer*innen formuliert.
Eine Lehramtsstudierende im Praxissemester suchte das Gespräch mit Fereidooni. Ihre Frage: „Nach dem 7. Oktober hat uns der Schulleiter verboten, über den Nahost-Konflikt zu reden. Was soll ich machen?“ Fereidoonis Antwort war klar: „Diese Anweisung ist Quatsch.“
Er erklärt weiter: „Wir müssen mit den Schüler*innen reden, denn Plattformen wie TikTok und Co. verbreiten weiterhin Videos und Propaganda.“ Die Relevanz des Themas in den sozialen Medien macht es unerlässlich, dass Lehrkräfte offen und informiert darüber sprechen können. „Deswegen müssen Lehrkräfte, besonders in Politik, sprechfähig sein,“ betonte Fereidooni.
Fereidooni hat 50 Handlungsmöglichkeiten formuliert, um Lehrkräfte zu unterstützen. Diese Empfehlungen sollen ihnen helfen, sicherer mit dem Thema umzugehen und es erfolgreich im Unterricht zu behandeln. „Wenn eine Lehrkraft zwei oder drei interessante Punkte in meinen Empfehlungen findet, bin ich zufrieden,“ so Fereidooni.
Es ist nicht möglich, den Nahost-Konflikt zu lösen, aber wir können eine sichere und respektvolle Umgebung in Schulen, Universitäten und der Gesellschaft schaffen. „Wir können den Nahost-Konflikt nicht lösen. Aber wir können Schule, Universität und Gesellschaft zu Orten machen, in denen niemand Angst haben muss.“
Link: Der Hamas-Terror, der Gaza-Krieg und der Nahost-Konflikt – 50 Handlungsempfehlungen für Lehrer*innen
Quelle: Belltower News








